Riesenerfolg beim Sommerturnier in Ballenstedt

Liebe Billardfreunde,

gestern veranstaltete der PBC Ballenstedt sein traditionelles Sommerturnier in der bereits 15. Auflage. Kein besserer Grund, als das sich genau 15 Mannschaften mit jeweils 3 Spielern trafen, um das beste Team in ihren Reihen zu finden. Und so machten sich auch 3 mutige Sportfreunde aus Vienenburg auf den Weg, um sich dem Wettbewerb zu stellen. MusT, Fitze und TDI trafen pünktlich in Ballenstedt ein (vielleicht sogar zu pünktlich, denn sie waren die Ersten – aber wie sagt schon ein Sprichwort „Die Ersten werden die letzten sein“ – aber dazu einfach weiter lesen). Nach und nach füllte sich das Teilnehmerfeld und kurz nach 10 Uhr konnte das Turnier starten.
Der Modus war recht einfach: Gespielt wurde 9-Ball. Die ersten beiden Spieler spielten bis 3 Gewinnspiele, die nächsten beiden bis 6 und die letzte Paarung spielte bis 9. Die Mannschaft, welche zuerst die 9 Gewinnspiele erreicht hatte, war eine Runde weiter. Die Chancen waren durch das Doppel-KO-System ebenfalls recht gut.
Im folgenden möchte ich das Ganze aus Sicht der Mannschaft schildern:

Im ersten Spiel bekamen wir es mit der zweiten Auswahl aus Eisleben zu tun (wobei die „2“ hier eher ein Running Gag war, denn in diesem Team spielte die erste Auswahl aus Eisleben). Wir hatten uns darauf geeinigt, dass MusT den Anfang macht. Getreu dem Motto „Gegner egal und was wie Kombi aussieht, wird „geschossen“ begann MusT gegen Mario Plewa recht unbedarft und holte eine komfortable 3:1 Führung heraus. Die zweite runde sollte TDI gehören und er erhöhte die Führung gegen Stefan Nadler gekonnt auf 6:2. Mit so viel Vorsprung konnte es sich Fitze gegen Ronny Heller sogar einige Male erlauben, statt einem Objektball den Spielball zu versenken (hat ihm scheinbar Spaß gemacht, und ich hatte den Eindruck, die Mitteltaschen genießen dabei eine gewisse Vorliebe). Nichts desto trotz konnte wir im ersten Spiel einen guten 9:6 Erfolg verbuchen und waren in der Gewinnerrunde weiter. Anfänglich hatte wir alle drei Schwierigkeiten, uns an das Material (was definitiv gut war, aber über etwas „giftige“ Taschen verfügte) zu gewöhnen. Daher war die Idee, in der nächsten Runde die Reihenfolge zu verändern (es kann ja nur besser werden – jaja). In selbiger sollte es gegen die Auswahl aus Aschersleben gehen. Und wieder begann MusT und er begann genauso gut wie gegen Eisleben. Gegen den 13 jährigen Chris (der für ein Jahr Billard ausgesprochen gut spielte) holte er wieder eine 3:1 Führung. Fitze konnte diese sogar gegen Dennis Kern auf 6:1 erhöhen. So sollte es für TDI nur eine Formsache sein, 3 Spiele (und das im 9-Ball!) zu holen. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Möglicherweise spielten auch die inzwischen im Vereinsheim herrschenden tropischen Temperaturen eine Rolle, aber diese mussten ja beide Spieler ertragen. Aber es lief nichts (also gar nichts) zu Stande. Die Objektbälle wollten nicht in die Tasche, sonder klapperten stets und ständig fröhlich vor sich hin – die „giftigen Taschen hatte ich ja bereits erwähnt. Nur der Spielball fand recht oft den Weg in selbige (was einem aber überhaupt nichts nutzt). Hinzu kam ein von Spiel zu Spiel besser und sicherer werdender Hagen Abromeid und so kam es wie es kommen musste. Wir verloren dieses Spiel aus aussichtsreichster Position mit 8:9. Das bedeutete Verliererrunde. Dort warteten die Sportfreunde aus Ballenstedt (im Prinzip die erste Mannschaft – zumindest drei davon). Jedoch keine Angst vor großen Namen. Wir hielten es ab jetzt jedoch für sinnvoll, wieder zur ursprünglichen Reihenfolge zurückzukehren. Und so startete MustT gegen Simone Böhnstedt in altbekannter Manier und holte fast schon traditionell einen 3:1 Vorsprung heraus. TDI konnte diesen gegen Michael Strauchmann zu einer 6:3 Führung ausbauen (irgendwie konnte er jetzt auch wieder Kugeln – außer der Weißen – lochen). Der Vorsprung reichte Fitze, um gegen Heiko Böhnstedt ein 9:6 Sieg herauszuspielen. Das bedeutete Viertelfinale. Ab jetzt wurde im Einfach-KO-Modus weiter gespielt und gleichzeitig die Anzahl der zu gewinnenden Spiele erhöht. Nun sollten es 4-8-12 sein. Die Mannschaften der Verliererunde (wo wir uns ja auch befanden) wurden der Gewinnerrunde zugelost (ich denke für den weiteren Turnierverlauf hatten wir hier auch ein Quäntchen Glück gehabt). Unser nächster Gegner hieß Staßfurt. Wir wussten, dass es ab jetzt auf keinen Fall leichter wird und die Staßfurter traten bis dahin recht souverän auf. Ganz wichtig war: „Never change a running Team“, und so sollte die Spielreihenfolge, in der wir erfolgreich waren, beibehalten werden – MusT begann. Gegen Steffen Matthies bekam er erstmals Probleme und konnte die Partie nur mit einem 3:4 Rückstand übergeben. Konnte TDI da noch etwas machen? Gegen André Jahnke begann er bärenstark und ließ seinem Gegner kaum eine Chance, einen Ball zu lochen. Und so wurde der Rückstand in eine 8:5 Führung umgewandelt. Denn nun bekam es Fitze mit Michael Kirsch zu tun. Auch wenn Michael stark lochte, ließ sich Fitze nicht aus der Fassung bringen und brachte die Partie mit 12:7 sicher nach Hause. Wir waren im Halbfinale (wie geil war das eigentlich). Und dort bekamen wir es mit einem alten Bekannte zu tun. Aschersleben hieß der Gegner. Ich glaube wir waren durch die Niederlage gegen Aschersleben in der Hauptrunde besonders motiviert. Der Start verlief nach Maß. MusT spielte gegen Chris eine 4:2 Führung heraus. Diese konnte TDI gegen Dennis Kern auf 8:3 ausbauen. Diesmal reichte die Führung locker aus. Fitze holte gegen Hagen Abromeid dann ungefährdet einen 12:5 Sieg. Und nun standen wir im Finale. Hätte am Morgen irgendjemand gesagt: „Ihr spielt heute das Finale“ hätte wir diesen wahrscheinlich für verrückt erklärt. Aber wie eingangs erwähnt. „Die Ersten werden die Letzten sein“. Überglücklich über das Erreichte (wir grinsten alle über beide Ohren) ging es im Finale gegen den haushohen Favoriten aus Halle (ein Spieler mit Regionalliga- und zwei mit Bundesligaerfahrung). Aber uns konnte doch nichts mehr passieren. Wir hatten hier schon mehr als erwartet erreicht. Gegen Hannes Stiller konnte MusT nur einen Punkt holen. Er übergab an TDI mit 1:4. Leider schlichen sich bei TDI gegen Michael Lisso unerwartet kleine Fehler ein. So hieß der Zwischenstand bei der Übergaben an Fitze 3:8. Fitze machte es deutlich besser. Gegen Lukas Röse nutze er seine (bis auf Eine) Chancen und wir gingen am Ende mit einer 7:12 Niederlagen vom Tisch (ich möchte hier nicht unerwähnt lassen, dass Fitze zwei Mal aus einem „Save“ heraus mit einem „Jump“ die entsprechende Kugel gelocht und ausgeschossen hat – Respekt). Betrachtet man die beiden Partien von TDI (wo er jeweils eine machbare „8“ verschossen hatte) und die verschossene „9“ von Fitze, hätte das Finale noch enger ausgehen können (ich will hier nicht von Siegchancen sprechen – das wäre nun doch vermessen). Schlecht haben wir uns auf jeden Fall nicht verkauft. Überglücklich traten wir kurz vor 1 Uhr die Heimreise an.

Ich möchte an dieser Stelle den Turnierorganisatoren für ein tolles Turnier (und auch leckeres Essen und Trinken) danken. Ebenfalls einen riesigen Dank an MusT und Fitze, dass sie mit mir ein so super tolles Turnier gespielt haben und wir als Mannschaft perfekt funktionierten. Danke auch der gesamten Mannschaft, dass ihr einen Teil des Preisgeldes dem Verein zur Verfügung stellt. Ich glaube und hoffe, dass wir im nächsten Sommer wieder nach Ballenstedt fahren (vielleicht auch mit mehreren Teams).

Übrigens sehen so „Gewinner“ aus:

Sommerturnier_2015

Weitere Infos bzw. Bilder vom Turnier könnt ihr auf der Homepage von Ballenstedt unter http://www.pbcballenstedt.de/ finden.

Tobias

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